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Ohne Strom - ist wie Leben in der Steinzeit

Strom aus fossilen Brennstoffen = eine Grundsatzentscheidung

Aggregate, Generatoren oder keinen Strom aus fossilen Brennstoffen? 

Wir sind an das Leben mit elektrischer Energie gewöhnt, egal ob Licht oder heißes Wasser für Tee und Kaffee, egal ob Kühl- und Gefrierschrank, Mixer, Mikrowelle, Brotschneider, Küchenmaschine, Herd und Backofen, egal ob Fernseher, Computer, Radio, Smartphone oder Tablet, egal ob Schlagbohrmaschine, Tischkreissäge, Spalter, Heckenschere, Häcksler, Rasenmäher, Kompressor oder Teichpumpe. Selbst für die Batterien des Akkuschraubers benötigen wir Strom. 

Elektrische Energie kann auch aus fossilen Brennstoffen, Erdöl und Erdgas, mittels Aggregate gewonnen werden. Dieser Weg ist meist der schnelle Anfang bei der Umstellung des Lebens auf Selbstversorgung. Oftmals ist der finanzielle Aufwand für die ausschließliche ökologische autarke Stromgewinnung nicht sofort zu stemmen.

Für Benzingeneratoren, Dieselaggregate, Gasaggregate oder Hybridaggregate sind entsprechende fossile Kraftstoffe (kein Bio-Diesel) erforderlich.

Die Aggregate können zur ständige Stromversorgung verwendet werden, so diese dafür ausgelegt sind. Das ist nicht unüblich. In vielen Ländern und besonders auf Inseln, wo keine Kraftwerke stehen, werden Tausende und Abertausende Menschen durch Dieselaggregate ununterbrochen mit Strom versorgt.

Anders ist es, ein Notstromaggregat vorzuhalten. Dieses ist nur für zeitweiligen Einsatz gedacht und damit anders ausgelegt. Gerade Notstromaggregate sollten regelmäßig gewartet und auf Funktionsfähigkeit geprüft werden.

Nach den gesetzlichen Bestimmungen gibt es jedoch Beschränkungen der erlaubten Lagermenge der verschiedenen Kraftstoffe.

Alles zu Benzin und Diesel

Grundlagenwissen zu Benzin und Diesel

Grundwissen

Der Flammpunkt bei Benzin liegt bei -25° Celsius, bei Diesel liegt er bei 55° bis 70° Celsius. Da sich Benzindämpfe schnell bilden, lassen diese sich mit dem Streichholz entzünden. Dagegen bilden sich bei Diesel erst nach dem Erhitzen entsprechenden Dämpfe, die sich entzünden lassen. 

Wegen des niedrigen Brennpunktes bestehen erhebliche Gefahren bei der Lagerung von Benzin. 

Benzin

Benzin ist ein Gemisch von über 150 verschiedenen Kohlenwasserstoffen. Es wird aus veredeltem Erdöl in den Raffinerien hergestellt und zumeist als Kraftstoff in Motoren (Fahrzeuge, Werkzeuge) eingesetzt. An den Tankstellen kennen wir von früher das Normalbenzin (ROZ 91), inzwischen in Deutschland verboten. Heutzutage gibt es nur noch Super (ROZ 95) und Super Plus (ROZ 98)

Für Deutschland gilt die DIN EN 228, letzte Ausgabe von Oktober 2014. Weiterhin gibt es gilt seit Dezember 2016 Regelungen  in der DIN EN 16942, die europäische Regelungen in das Deutsche Recht überführt. 

Diesel 

Auch der Diesel zu 100% aus fossilen Rohstoffen ist nur ein Blend, eine Mischung. Je nach Verwendungszweck werden in verschiedenen Anteilen Kerosin, Leichtgasöl und Schwergasöl verwendet. In der Europäischen Norm EN 590 (Ausgabe Mai 2010) sind auch andere Inhaltsstoffe und Eigenschaften exakt geregelt. Die früheren Deutschen Normen DIN 51601 wurde 1993 abgelöst und die DIN 51628 wurde im Oktober 2009 außer Kraft gesetzt. 

Bio-Diesel oder Agrodiesel 

Bitte nicht mit Agrar-Diesel verwechseln. Biodiesel hat einen pflanzlichen oder tierischen Ursprung. Die Norm EN 14214 beschreibt dazu die Mindestanforderungen für die Verwendung als Biodieselkraftstoff. 

Sofern es einen Blend aus verschiedenen Dieselsorten gibt, also eine Mischung von Diesel aus fossilen Rohstoffen und Biodiesel wird die Bezeichnung B mit einer Zahl des prozentualen Anteils von Biodiesel verwendet. B7 ist der übliche Anteil von 7% Biodiesel im Dieselkraftstoff an der Tankstelle. B100 bezeichnet 100% reinen Biodiesel. 

Steuern und Abgaben auf Benzin (66%) und Diesel (59%)

Super Benzin (ROZ 95) hat folgende Steuern und Abgaben: 

* Mineralölsteuer (Energiesteuer) 65,45 Cent je Liter

* Umlage für den Erdölbevorratungsverbund 0,27 Cent je Liter

* Mehrwertsteuer (derzeit 16%, ab 01. Januar 2021 wieder 19%).

Fazit: Bei einem Preis von 131,46 Cent  je Liter sind 86,35 Cent (also ca. 66% des Preises) nur reine Steuern und Abgaben. 

Dieselkraftstoff hat folgende Steuern und Abgaben

* Mineralölsteuer (Energiesteuer) 47,07 Cent je Liter

* Umlage für den Erdölbevorratungsverbund 0,30 Cent je Liter

* Mehrwertsteuer (derzeit 16%, ab 01. Januar 2021 wieder 19%).

Fazit: Bei einem Preis von 109,82 Cent  je Liter sind 64,54 Cent (also ca. 59% des Preises) nur reine Steuern und Abgaben. 

Wieviel Diesel oder Benzin darf ich einlagern?

gesetzliche Grundlagen

Es gibt verschiedene gesetzliche Regelungen, die zu beachten sind, die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV), das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) und die Technische Regel Gefahrenstoffe (TRGS) und die Garagenordnung. 

Die TRGS 510 besagt, dass im Keller 10 Liter Benzin, in Verkaufsräumen je nach Fläche, bis 200 m² dann 60 Liter Benzin, von 200 m² bis 500 m²dann 300 Liter Benzin und über 500 m² bis zu 300 Liter Benzin gelagert werden dürfen. 

Die Betriebssicherheitsverordnung macht keine Vorgaben in Litern, sondern verweist auf eine Gefährdungsbeurteilung wegen Explosionsgefahr. Genauso ist das auch beim Wasserhaushaltsgesetz, der § 5 fordert eine Allgemeine Sorgfaltspflicht und der § 62 definiert einen Besorgnisgrundsatz. 

Dagegen ist die Garagenordnung sehr konkret und legt fest, dass in Garagen bis 100 m² Grundfläche maximal 20 Liter Benzin lagern dürfen, ist die Garage größer, besteht Lagerverbot. 

Lagermengen

Laut Garagenordnung dürfen in Kleingaragen (bis  100 Quadratmeter Fläche) maximal 20 Liter Benzin und bis zu 200 Liter Dieselkraftstoff lagern. Voraussetzung ist, dass die Treibstoffe in zugelassenen, dicht verschlossenen, bruchsicheren und nicht brennbaren Behältern aufbewahrt sind. 

In Wohnungen ist die Lagerung von maximal 1 Liter Benzin erlaubt.

Lagerverbote

In Treppenhäusern, Dachböden oder bewohnten Dachgeschossen, in Durchgängen, Fluren oder Eingangsbereichen ist die Lagerung von Diesel, Benzin oder Öl verboten. 

Keller sind allgemein keine geeignete Lagerräume für Kraftstoff! Oft sind diese baulich ungeeignet, da die Bodenplatte nicht versiegelt ist und somit auslaufende Flüssigkeiten ins Grundwasser gelangen könnten.

Haltbarkeit und Bio-Diesel 

Achtung, beachte die Haltbarkeit, Diesel ist nur wenige Monate haltbar, durch den gesetzlich vorgeschriebenen Zusatz von 7% Biodiesel (an der Tankstelle als „B7“ bezeichnet) beträgt die maximale Haltbarkeit nur noch 6 Monate. Wenn der Diesel länger halten soll, dann ist zwingend ein Diesel nach der europäischen Norm EU EN 590 zu kaufen. Dieser Diesel ist im Mineralölhandel erhältlich. 

Benzin hält sich in luftdicht verschlossenen Behältnissen bei dunkler Lagerung dagegen bis zu 20 Jahre. 

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (es untersteht dem Bundesinnenminister) rät bei Notstromaggregaten von der Verwendung von Bio-Diesel oder Biodiesel-Blends ab.

Strom aus Gas - LPG (Propan)

Strom aus Propangas - besser als Benzin oder Diesel?

Propangas – eine Alternative

Propangas ist der Hauptbestandteil von üblichem Flüssiggas und hat mit 28,095 KWh/m³ fast den dreifachen Brennwert wie Erdgas mit 10,02 KWh/m³. Die Zündtemperatur liegt bei 470 °C. Der Heizwet beträgt 12,88 KWh/kg. 

Propangas ist ebenfalls ein fossiler Brennstoff und wird aus den Erdölfeldern freigesetzt. Dann erfolgt eine Trennung, von anderen Kohlenwasserstoffen und das Gas wird  raffiniert. 

Propangas ist ist farblos und geruchslos, schwerer als Luft und sinkt beim Ausströmen auf den Boden.

Verwendung – 5 wesentliche Zwecke 

1. Zum Kochen und Braten sind ein Gasherd oder Propanherd, Propangrill und Campingkocher bekannt. 

2. Propangas wird auch zur Heizung mit mobilen Heizkörpern, in Katalytofen, in den Heizpilzen und in Durchlauferhitzern verwendet. 

3. Handbrenner zum Abflammen von Unkraut (Unkrautbrenner, Abflammbrenner) werden mit Propangas betrieben. 

4. Mit Propangas werden Gaskühlboxen und mobile Kühlschränke betrieben. 

5. Stromgewinnung

Stromgewinnung – Aggregate mit Propangas 

Das Propangas kann für Gasaggregate oder Hybridaggregate (Propan und Benzin) zur Stromerzeugung verwendet werden. 

Dabei schont das Gas den Motor und es kommt zu einer erheblich längeren Lebenszeit des Aggregates. Auch der Unterhalt des Gasaggregates ist erheblich günstiger. 

Wer schon Propangas in seinem Haushalt bisher zu anderen Zwecken verwendet, kann sehr schnell das Propangas an ein Aggregat zur Stromgewinnung anschließen. 

Propangas-Aggregate werden gerne auch zur Notstromerzeugung eingesetzt. 

Propangas - Gefahr in geschlossenen Räumen

Gefahr-1: Explosionsgefahr

In bestimmten Konzentrationen kann unkontrolliert ausströmendes Propangas in Kontakt mit der Luft zu einem explosiven Gemisch führen. 

Gefahr-2: Kohlenmonoxid Vergiftung

Propangasaggregate sollten nur im Freien verwendet werden. Bei der Verbrennung von Propangas entsteht Kohlenmonoxid, das in geschlossenen Räumen auf den Boden sinkt und den Sauerstoff verdrängt. 

Kohlenmonoxid ist narkotisierend, führt beim Einatmen zu Bewusstlosigkeit und kann zum Erstickungstod führen. 

Sicherheit 

Bei der Nutzung von Propangas in geschlossenen Räumen (Kochen, Heizen usw.) immer ausreichend lüften. 

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Kein Problem, wir haben die besten Produkte zum Thema autark Strom: Aggregate für dich zusammengestellt.

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Benzinaggregate, Benzingeneratoren

Hybrid-Aggregat:
LPG (Propan) und Benzin

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